Marte Meo wird mittlerweile in verschiedenen Einrichtungen der stationären und teilstationären Jugendhilfeeinrichtungen als Methode der gezielten Entwicklungsunterstützung genutzt. Im Folgenden ein kurzer Bericht von

Christa Thelen, Heilpädagogin und Marte Meo Supervisorin

Marte Meo, eine wertvolle Methode in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien im Hermann-Josef-Haus,
einer Jugendhilfeeinrichtung in der Eifel

Das Hermann-Josef-Haus bietet zentrale und dezentären und teilstationären Angebote für  über 230 Kinder, Jugendliche und Familien in stationärer, teilstationärer und ambulanter Form. Es gibt Regel- , Intensiv-, Intensiv-Plus- , Familienintensiv- , Fünftages- sowie   Tagesgruppen, Jugendwohn- gemeinschaften und Erziehungsstellen.  Darüber hinaus bietet die Jugendhilfeeinrichtung ambulante Beratung und Begleitung von Familien an in Form von flexiblen erzieherischen Hilfen, FamilienAktivierungsManagement (FAM) und videogestützer Familienberatung (Marte Meo). In der angeschlossenen Förderschule im Hermann-Josef-Haus werden auch externe Schüler nach den Förderkriterien emotionale/soziale Entwicklung und Lernen unterrichtet.

Im Dezember 2005 begann die Marte Meo Therapeutenausbildung bei Elfi Bär und Bernd Stade  in unserer Einrichtung. Trotz erster Skepsis, was die Arbeit mit technischen Geräten und Videoaufnahmen im Rahmen der persönlichen Weiterentwicklung und Förderung unserer Kinder und Jugendlichen betraf, stellte ich rasch fest, dass die Marte Meo Methode ein weiterer konstruktiver Baustein in meinem heilpädagogischen Handlungsrepertoire darstellte. Sie ist eine anschauliche, praktische Methode in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie im beratenden Kontext mit den pädagogischen Fachkräften und den Eltern. Vor allem das Zutrauen in die eigene Kraft des Menschen, der ressourcenorientierte Ansatz, die klar strukturierten Arbeitsthemen und das Einsetzen von Filmen/Bildern, mit deren Hilfe persönliche Stärken und Entwicklungen gezeigt werden können, sagten mir zu....

...Am 6. Dezember 2007 zertifizierten Klaus Servaty und ich als Marte Meo Therapeuten bei Josje Aarts in Eindhoven. Mittlerweile sind wir in der Marte Meo Supervisor Ausbildungsgruppe von Maria Aarts. ...

...Im Hermann-Josef-Haus arbeiten mittlerweile zehn Pädagogen und  drei zertifizierte Therapeuten. Darüber hinaus befinden sich siebzehn Kollegen in der Therapeutenausbildung, so dass Marte Meo bereits  in fast allen Gruppen und Bereichen angewandt wird.

...Je mehr Mitarbeiter innerhalb einer Institution diese Methode beherrschen, desto mehr Kontinuität ist in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien zu gewährleisten. Fällt ein Pädagoge aus, so können Kollegen den begonnenen Prozess fortführen, da ein Arbeitsthema, z.B. „Initiativen benennen“, an eine konkrete Vorgehensweise gebunden ist.
Ein weiterer Vorteil der Marte Meo Methode besteht darin, dass sie kompatibel mit vielen anderen pädagogischen und therapeutischen Ansätzen ist.

Das Schöne an der Arbeit mit Marte Meo ist, dass es sich hier um persönliches Wachstum auf allen Ebenen handelt: Kinder/Jugendliche, Eltern, Marte Meo Pädagogen und Therapeuten sowie wir selbst als angehende Supervisoren sehen eigene Ressourcen und  können Neues erproben, ausbilden und weiterentwickeln.

 

 

 

 

Elfi Bär Am Hühnerbusch 2 42799 Leichlingen & Bernd Stade, Volksgartenstraße 14, 50677 Köln www.martemeo.de