Seid einigen Jahren nimmt der Prozentsatz von Familien mit psychischer Erkrankung in der Familienhilfe kontinuierlich zu. Gleichzeitig ist die Sensibilisierung gestiegen und die Tabuisierung zurückgegangen.

Wegen der Auswirkungen der psychischen Erkrankung der Eltern auf die Beziehungsgestaltung mit ihren Kindern ist es wichtig so früh wie möglich ein Hilfsangebot vorzuhalten. Je kleiner die Kinder sind, um so bedeutsamer ist es die Eltern-Kind Bidung mit Marte Meo zu unterstützen. Eltern mit einer entsprechenden Diagnose sollten frühzeitig und möglichst kurzfristig Hilfe angeboten bekommen. Insbesondere auch weil es bei psychisch kranken Eltern fast immer ein Spannungsfeld zwischen Hilfe und Kontrolle gibt und eine hohe Ambivalenz der Eltern gegenüber Hilfeangeboten vorherrscht und deshalb in der Regel einige Vorarbeit zur Motivierung notwendig ist.

Die zeitweise eingeschränkten Elternfähigkeiten psychisch Kranken Elternteils beeinträchtigen für die Kinder die Entwicklung der sicheren "emotionalen und sozialen Basis“. Folgewirkungen können zum Beispiel Desoroientierung, Unverständnis und Angst sein oder der Konflikt zwischen der eigenen Realitätswahrnehmung und der Loyalität zum kranken Elternteil.

Sinnvoll ist ein zusätzlich zur Arbeit mit MarteMeo ein ergänzender Einsatz eines „ambulanten betreuten Wohnens“ (=Gespräche in der Wohnung)

Die Zusammenarbeit mit psychisch kranken Eltern bewegt sich immer im Spannungsfeld zwischen Hilfe und Kontrolle und es gibt eine hohe Ambivalenz der Familien gegenüber Hilfeangeboten. Häufig spalten psychisch Erkrankte die Helfer in „Gut und Böse“. Unterstützungsangebote laufen in der Regel über viele Jahre und es ist eine große Flexibilität im Betreuungsaufwand nötig!

 

Elfi Bär Am Hühnerbusch 2 42799 Leichlingen & Bernd Stade, Volksgartenstraße 14, 50677 Köln www.martemeo.de